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Einführung:
Was denn, eine offizielle Stellungnahme? In der Jakobus-Gemeinde wollen wir eine Gemeinschaft von Nachfolgern Jesu sein, die nach Seinen Geboten lebt. In dieser Gemeinschaft beeinflusst jeder den anderen – positiv oder negativ. Deshalb haben wir Grundwerte erarbeitet, die uns wichtig sind.
Homosexualität – ist das nicht Privatsache ?
Unsere Sexualität, gleich welcher Ausprägung, ist Privatsache, gelebte Sexualität ist allerdings sehr öffentlich. Sie ist Vorbild, beeinflusst unsere Beziehungen, hat Einfluss auf unser Familienleben und spielt auch in unserem Gemeindeleben eine Rolle. Die Idee von Sexualität, die niemanden etwas angeht ist also nicht richtig.
Hmm – und deshalb kann man sich als Christ einmischen ?
Ein „Einmischen“ ist von Christen gefordert, auch wenn es sie scheinbar nichts angeht. Denke nur an soziale Fragen, Ausbeutung, familienpolitische Entscheidungen und vieles mehr. Unser Auftrag lautet, der Botschaft der Bibel Gehör zu verschaffen.
Und was bedeutet das in diesem Fall ?
Zuerst einmal bedeutet es zu erkennen, dass Gott einen guten Plan mit unserem Leben hat. In diesem Plan haben wir Freiheit als Christenmenschen, wie Luther es formuliert. Wir sind unserem Gewissen und Gott selbst unmittelbar verantwortlich. Unsere Aufgabe ist es, den Schöpfungsplan Gottes durch unser Leben lebendig werden zu lassen.
Was bedeutet denn „Schöpfungsplan“ ?
Auf den ersten Seiten der Bibel lesen wir, dass Gott den Menschen nach seinem Bilde als Mann und Frau erschafft. Beide sollen miteinander die Ehe eingehen, fruchtbar sein und neues Leben schenken. Ein Teil der Schöpfungskraft Gottes wird in die Ehe zwischen Mann und Frau delegiert.
Apropos Ehe –
was hältst Du denn dann von „gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften“?
Ich kann eine solche Partnerschaft nicht als mit dem Willen Gottes vereinbar sehen, auch wenn hier von vielen positiven Dingen wie Treue und Verantwortung füreinander die Rede ist. Der Kerngedanke – Mann und Mann, Frau und Frau – ist mit Gottes Wort nicht vereinbar.
Dann ist Homosexualität also Sünde ?
In der menschlichen Geschichte war Homosexualität schon alles Mögliche: normal (bei den Griechen),Zeichen ewiger Verlorenheit (Mittelalter), Krankheit (frühe Neuzeit) und heute in den westlichen Kulturen (viel weniger in Asien und Afrika) wieder normal. Es kann also nicht darum gehen, eine Beurteilung vorzunehmen, die an Zeit und Kultur gebunden ist. Zeitlos ist Gottes Wort.
Homosexualität wird in der Bibel als eine Sünde beurteilt. Sünde bedeutet, am Plan Gottes vorbeizuleben. Gleichzeitig macht die Bibel klar, dass wir alle Sünder sind. Deshalb, um das hier sehr deutlich zu sagen, sind wir nicht besser und nicht schlechter als homosexuelle Menschen. Wir alle sündigen, und wenn wir auf Menschen herabsehen betrügen wir uns selbst, wie es im 1. Johannesbrief heißt.
Klingt trotzdem irgendwie fundamentalistisch – jedenfalls nicht gerade modern ...
Fundamentalistisch – heißt das, dass Jesus Christus unser Fundament ist und er uns “fundamental” wichtig ist ? Wenn Du das damit meinst, dann sind wir fundamentalistisch. Und modern, na ja ... das Moderne von Gestern ist heute schon altmodisch. Und das Altmodische heute ist morgen vielleicht modern... ?
Wichtig ist uns, dass wir niemanden verurteilen. Das ist kein Lippenbekenntnis sondern Wissen um eigene Schuld. Gemeinde macht es sich zu einfach, wenn sie nur mit dem Finger auf Andere zeigt bzw. Menschen einfach ausgrenzt. Trotzdem machen wir klar, dass gelebte Homosexualität nicht im Sinne Gottes ist und wollen Menschen doch annehmen, wie Jesus es tat.
Die Bibel ist eine Botschaft der Hoffnung. Teil dieser biblischen Hoffnung ist, daß Gott uns nicht länger als den Sünder, den Dieb, den Ehebrecher, den Geizigen usw. sieht. Durch Gottes Willen sind wir seine geliebten Kinder geworden. Durch Gottes Geist wollen wir ein Leben führen, das auf Gottes Befreiung hinweist.
Was ist denn nun „gelebte Homosexualität“?
Wir alle haben sexuelle Neigungen und Vorlieben. Selbst unsere liberale Gesellschaft kennt Tabus im sexuellen Bereich. Auch bei heterosexuellen Menschen gibt es kein Ausleben jeder Phantasie. Wir nehmen uns also freiwillig zurück – und das ist gut so.
Du meinst also: Du darfst schwul sein, solange es keiner merkt ?
Ich meine, daß Gott sich nicht mit meinem Ich-bin-halt-so zufrieden gibt. Ich bin halt jähzornig, phlegmatisch, egoistisch – aber ich kann durch Jesus Christus verändert werden. Ich bewundere Menschen, die den Kampf mit sich selbst aufgenommen haben. Es ist der längste Kampf, den wir führen, und die Niederlagen sind vielleicht die bittersten. Aber es ist Teil des „guten Kampfes des Glaubens“, von dem Paulus spricht.
Schriftstellen zum Nachlesen:
1. Mose 1 : 27 - 28
3. Mose 18 : 22 - 30
Psalm 14 : 1 - 3
Römer 1 : 26 – 27
Römer 6 : 12 – 14
1. Korinther 6 : 9 - 12
1. Korinther 6 : 18 - 20
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