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Kleiner Einblick in den Hauskreis bei Wagners
Es ist Donnerstag kurz vor acht Uhr. An der Haustür klingelt es. Ich bitte Karin, Renate und Stefan herein. Gisela hat für heute Abend abgesagt. Schon bevor wir uns an den Esstisch im Wohnzimmer setzen, den Astrid mit einer Kerze, Gebäck und Tee gedeckt hat, befinden sich die Frauen in einem angeregten Gespräch. Manchmal treffen sie sich auch in der Woche, ob beim Einkaufen zufällig oder zum Joggen. Auf jeden Fall gibt es eine Menge auszutauschen. Stefan und ich könnten sicherlich noch männliche Verstärkung brauchen, damit der Austausch nicht ganz so frauenlastig ist.
Neben dem Gespräch über die Dinge, die uns beschäftigen und die am Ende auch immer Grundlage einer Gebetsgemeinschaft sind, singen wir gerne. Renate hat dazu ihre Gitarre mitgebracht und wir suchen gemeinsam Lieder aus unseren Liederbüchern aus.
Heute ist der zweite Abend, an dem wir uns anhand einer Person der Bibel über das Thema Midlife Crisis austauschen. Ein Thema, das für alle interessant ist, da sich jeder im Alter zwischen vierzig und fünfzig Jahren befindet, und schon mal von dem einen oder anderen „Hänger“ zu erzählen weiß. Elia macht es uns allerdings nicht leicht. Hat sein Davonrennen etwas von einer Midlife Crisis oder muss man es als Burnout bezeichnen?
Insgesamt sind wir eine recht homogene Truppe. Neben dem Alter „40+“ sind wir alle verheiratet und haben Kinder. Ab und zu nehmen auch Gäste am Hauskreis teil, vereinzelt aus der Gemeinde oder persönlicher Besuch von außerhalb Berlins. Das ist dann immer interessant und führt häufig zu einer Bereicherung des Gesprächs.
Vor etwa drei Monaten hat Karin die Leitung an mich abgegeben, da sie sich mehr im Gemeindevorstand engagieren wollte. Der Charakter des Hauskreises hat sich dadurch nicht wesentlich verändert. Wichtig ist uns allen, dass das, was wir aus der Bibel heraus lesen, alltagstauglich ist und uns in unserem persönlichen Glauben unterstützt.
Wir achten auf ein pünktliches Ende des Hauskreises um 22:00 Uhr, da alle am nächsten Tag früh ´raus müssen.
Thomas Wagner
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