LogoNaza
Horizont___Text

12305 Berlin-Lichtenrade / John-Locke-Straße 48

Weltreligionen_kl vorherrschende_Religionen-Farbenskala

Christentum: ~ 2,1 Mrd. - Islam: ~ 1,3 Mrd. - Hinduismus: ~ 850 Mio. - Buddhismus: ~ 375 Mio.- Judentum: ~ 15 Mio

Die Religionen sind doch irgendwie alle gleich, oder?

Stellungnahme der Jakobus-Gemeinde zu einm Thema, das uns wichtig ist.

Einführung:

Was denn, eine offizielle Stellungnahme? In der Jakobus-Gemeinde wollen wir eine Gemeinschaft von Nachfolgern Jesu sein, die nach Seinen Geboten lebt. In dieser Gemeinschaft beeinflusst jeder den anderen – positiv oder negativ. Deshalb haben wir Grundwerte erarbeitet, die uns wichtig sind.

Woher kommt denn das Wort „Religion“?

Das Wort ist aus dem Lateinischen „religio“ = „Gottesfurcht“ abgeleitet und verbindet drei Wortstämme:

„Sich stets erneut hinwenden zu ...“ (relegere)

„Sich zurückbinden“ an einen ersten Ursprung (religari)

„Wiedererwählung“ des rechten Zieles in Reue und Umkehr (reeligere).  

 

Was ist eigentlich eine „Religion“?

Es gibt die unterschiedlichsten Definitionen, die sich meist am Wesen einer Religion und/oder an der Funktion der Religion orientieren. Eine wesensorientierte Definition formuliert beispielsweise Gustav Mensching: "Religion ist erlebnishafte Begegnung mit dem Heiligen und antwortendes Handeln des vom Heiligen bestimmten Menschen.".

Und was wäre nun eine funktionale Definition?                                                 

Das kann dann etwas komplizierter sein: „Religion ... (ist ein) ... solidarisches System von Überzeugungen und Praktiken, die sich auf heilige Überzeugungen und Praktiken beziehen, die in einer moralischen Gemeinschaft, die Kirche genannt wird, alle Personen vereint, die ihr angehören.“ (Emile Durkheim)

Aha !?!

Eigentlich sagt Durkheim, dass Religion eine Übereinkunft einer Gruppe von Menschen ist. Diese Übereinkunft gibt der Gruppe Lebenssinn und Lebenszweck. In diesem Sinne sind natürlich auch Atheisten gläubig, denn sie glauben – ohne es beweisen zu können – an Gottes Nicht-Sein.

Wie viele verschiedene Religionen gibt es?

Knaurs großer Religionsführer« (München 1986) beschreibt 670 verschiedene Religionen, die größten (Weltreligionen) sind das Christentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus und Judentum.

Sind die nicht alle irgendwie gleich?

Einerseits ja. Religion erfüllt ein Sicherheitsbedürfniss des Menschen, beantwortet die Frage nach dem Lebenssinn, gibt Normen und Wahrheiten und oft auch Verhaltensweisen vor.

Andererseits sind Religionen auch sehr verschieden. Sie können Menschen in Angst und Schrecken versetzen, können friedensstiftend sein oder Kriege befördern, können Menschen Hoffnung geben oder Hoffnung nehmen.

Aber es gibt ja auch ganz friedliche, den Buddhismus zum Beispiel!

Ganz so friedlich ist der Buddhismus leider nicht. In Myanmar und auf Sri Lanka toben jahrzehntelange Bürgerkriege inmitten einer buddhistischen Gesellschaft. Allerdings ist es sicher nicht fair, eine Religion in jedem Fall mit denen gleichzusetzen, die sich auf sie berufen.

Weshalb trifft der Buddhismus auf so großes Interesse?

Nun, einerseits hat er mit dem Dalai Lama ein sympathisches Gesicht. Ausschlaggebend ist meiner Meinung nach aber, dass viele Menschen in unserem Kulturkreis nur die für sie attraktiven Teile des Buddhismus zur Kenntnis nehmen. Andererseits basiert der Buddhismus auf der Erkenntnis, dass das Leben nur aus Leiden besteht. Und das Ziel allen Lebens muß daher sein, die eigene Individualität aufzugeben, und im kosmischen Nichts aufzugehen. Ebenso wird der Verzicht auf Sexualität, Fleischverzehr u.v.m. ausgeblendet und eine eigene Religion zusammengesetzt.

Aber jeder denkt doch, dass seine Religion die Richtige ist.

Richtig. Deshalb sprechen Christen auch weniger über Religion, sondern vielmehr über Glauben. Wir betonen, dass der christliche Glaube auf der individuellen Beziehung zwischen Jesus Christus und dem einzelnen Menschen basiert. Jeder Mensch muß eine individuelle Entscheidung treffen, die ihm keine Religion abnehmen kann. Es geht uns also nicht so sehr um Normen („Das tut ein Christ im Gegensatz zu anderen (nicht).“). Es geht auch nicht um die Frage, wie wir Gott bestechen können (In anderen Religionen geschieht das z. B. durch Opfergaben oder Märtyrertode), es geht auch nicht um das Hineingeboren-Sein in eine Kultur, Religion oder Kirche – es geht um die Erfahrung, Gott persönlich kennenzulernen.

Genügt es denn nicht, an irgendetwas zu glauben?

Noch einmal: Ja, das genügt, wenn mein Anspruch ist, etwas mehr Halt im Leben zu haben, ein wenig Orientierung und gewisse moralische Werte. Es genügt nicht, wenn ich Wahrheit erfahren möchte. Nicht menschliche Wahrheiten, sondern eine absolute Wahrheit.

Was ist so speziell an der christlichen Religion – Verzeihung: am christlichen Glauben ?

Hier ist Gott aktiv, um zu retten. Nicht der Mensch nähert sich Gott über irgendwelche Praktiken oder Wissen, sondern Gott kommt zu uns, Er wird Mensch. Das ist ein fundamentaler Unterschied, und für andere Religionen ein Grund, den chrislichen Glauben als Gotteslästerung zu verleumden.

Dann verdienen sich Christen Gottes Frieden nicht. Wir haben Frieden mit Gott, weil Gott es wollte. Wenn wir an Jesus Christus glauben, dann sind wir Gottes Kinder. Und wir verdienen uns auch nicht irgendwelche Belohnungen durch „gut“ sein. Wir sind belohnt, weil wir Gottes Kindersind und uns zu Ihm umgekehrt haben. Wir fragen nicht aus Angst, was Gott von uns will – sondern wir wollen Ihm folgen, weil Er so viel für uns getan hat.

Na, was denn ?

Gott hat Seinen eingeborenen Sohn – das bedeutet: seinen Ihm wesensgleichen Sohn – am Kreuz sterben lassen. Das war gerecht, denn getrennt von Gott gibt es kein Überleben. Das war liebevoll, denn nun können sich Christen darauf berufen, dass ja schon jemand an ihrer Statt gestorben ist. Und das war voller Hoffnung, denn Jesus bleibt nicht tot: Er feiert die Auferstehung schon vor, Gott wird sie an uns wiederholen.

Aber ist Allah und der Gott der Bibel denn dann derselbe Gott?

Nein, denn es kommt auf die Inhalte an. Allah hat keine Kinder, für die er sich opfern würde. Nicht aus Liebe und nicht aus einem anderen Grund. Er spricht Menschen die Vergebung nicht so zu, dass wir eine unbedingte Hoffnung darauf hätten. Er fordert im Letzten den Tod der Sünder und Ungläubigen, während unser Vater ausdrücklich sagt, dass Er „ ... keinen Gefallen am Tod der Gottlosen ...“ hat. Vielmehr will der Gott des Neuen Testamentes, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Deshalb ist Gott für uns Abba – unser geliebter Vater.

Ganz anders ist es mit dem Gott des Judentums. Juden und Christen verehren den selben Gott – wobei Juden generell die Gottessohnschaft Jesu ablehnen, nicht aber die Offenbarungen des Alten Testamentes, in denen sich Gott zu erkennen gibt. Der Gott des Neuen Testamentes ist also auch der Gott des Alten Testamentes.

Wie sollten Christen also mit Angehörigen anderer Religionen umgehen?

Mit Sicherheit respektvoll. Das tat Jesus mit den Römern und Griechen, denen Er begegnete. Aber Er machte auch deutlich, wer Er war – nämlich der Sohn des lebendigen Gottes und deshalb der „ ... einzige Weg zum Vater“. Bei allem Respekt wollen wir Menschen nicht belügen – nicht durch das was wir sagen und nicht durch das, was wir ungesagt lassen.

Schriftstellen zum Nachlesen:

Johannes 3 : 16 – 17

Johannes 3 : 36

Johannes 14 : 6

Johannes 9a

Apostelgeschichte 19 : 17 - 20

Galater 2 : 16

Galater 4 : 9 - 10

Offenbarung 22 : 18 - 19

Die Jakobus-Gemeinde ist eine evangelische Freikirche. Das bedeutet, dass rechtlich und organisatorisch gegenüber dem Staat das Prinzip der Selbstverwaltung und Selbstfinanzierung vertreten wird. Im Gegensatz zu Sekten vertreten die Freikirchen keine Sonderlehren.

Die Jakobus-Gemeinde und ihre Mitglieder wollen durch ihr Leben klar auf Jesus Christus hinweisen. Sündenvergebung, echter Friede und ewiges Leben kann nur durch Ihn geschenkt werden.

Deshalb fordern wir unsere Mitmenschen heraus:

              Lasst Euch versöhnen mit Gott !

Wir wissen, dass ein Leben als Jünger Jesu nicht einfach ist. Schließlich wollen wir auch die für uns unbequemen Gebote Gottes ernst nehmen. Deshalb ist uns die Ermutigung in Kleingruppen und die Gemeinschaft untereinander so wichtig. Wir ermutigen einander, in Hauskreisen, ALPHA-Kursen, Gottesdiensten, Gebets- und Dienstgruppen nach Gemeinschaft und dem Willen Gottes für das eigene Leben zu suchen.

Wir wollen von unserem Glauben erzählen. Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wollen wir eine geistliche Heimat bieten, in der sie Gottes Liebe entdecken und leben können.

Leben mit Gott ist das ultimative Abenteuer. Wir laden Sie dazu ein: Mutig zu beginnen und durch die Führung des Heiligen Geistes ein erfülltes Leben zu führen.

 

                       Wolfgang Schwarzfischer, Pastor

 

[Jakobus] [Termine / Neues] [Stellenangebot] [Gemeinde & Glaube] [Gemeindeleben] [Hauskreise] [Mission] [Heiße Eisen] [Gleiche Religionen?] [Warum lässt Gott das zu?] [Abtreibung] [Die Ehe] [Frauen] [Homosexualität] [Kindererziehung] [Scheidung] [Sterbehilfe] [Suizid] [Pornografie] [Ökumene] [Zungenrede] [Events+Kurse] [Impressum]