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Eheringel Die_Ehe-Schrift

Einführung:

Was denn, eine offizielle Stellungnahme? Gehört dieses Thema nicht in die Privatsphäre eines jeden Einzelnen? Doch, da gehört es auch hin. Aber in der Jakobus-Gemeinde wollen wir eine Gemeinschaft von Nachfolgern Jesu sein, die nach Seinen Geboten lebt. In dieser Gemeinschaft beeinflusst jeder den anderen – positiv oder negativ. Deshalb haben wir Grundwerte erarbeitet, die uns wichtig sind.

Ehe – aber warum denn ?

Als Menschen, die Jesus Christus nachfolgen, liegt uns die Gemeinschaft mit Gott und anderen Menschen besonders am Herzen. Wir glauben, dass die von Gott eingesetzte und gewollte Ehe zwischen Mann und Frau die Ehepartner auf ihrem Weg mit Jesus voranbringen und ermutigen soll. Hier finden Ehepartner und Kinder die Liebe, Annahme und Sicherheit, die sinnbildlich ist für das Verhältnis zwischen Mensch und Gott.

Und wir Singles ?

Die Verbindung mit Gott durch Jesus Christus macht den Einzelnen vollständig. Wir sind als Individuen wertvoll in Gottes Augen. Eine Ehe macht uns als Menschen nicht wertvoller, heiler oder glücklicher. Wir verweisen auf das Beispiel von großen Männern und Frauen des Glaubens, die als Singles ein erfülltes Leben führen und geführt haben.

Vorbereitung auf die Ehe !

Auch legen wir in der Jakobus-Gemeinde Wert auf das ernsthafte Fragen nach dem Willen Gottes für eine zukünftige Ehe. Entscheidend ist nicht die Erfüllung eigener Bedürfnisse. Damit überfordern wir einen künftigen Ehepartner. Entscheidend ist der Wunsch, mit einem anderen Menschen ein Leben aufzubauen, dass Gott Freude macht.

Hierfür ist unbedingt zu empfehlen, dass beide zukünftigen Ehepartner eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus unterhalten. Sie sind bereit, sich von Ihm korrigieren zu lassen.

In der Ehe entsteht etwas ganz Neues. Sie ist nicht nur die Summe zweier Menschen mit ihren Stärken und Schwächen. Gott selbst will Seinen Segen geben, um neue Wege zu gehen. Wir wollen dabei als Gemeinde unterstützen und helfen.

Wir prüfen durch Gespräche mit Gott, Geschwistern und an Hand der Bibel, ob wir „Ja“ zu einem Menschen sagen können. Dieses „Ja“ gilt dem tatsächlichen Menschen – nicht einem Menschen, der noch irgendwie werden sollte.

Wir prüfen, ob wir als künftige Ehepartner ähnliche Ziele und Erwartungen aneinander und an unsere Ehe haben. Dazu können Eheseminare hilfreich sein.

Und was unterscheidet die Ehe vom Zusammenleben ohne Trauschein?

Die Ehe hat einen klaren Anfang. „So gut wie verheiratet“, ist eben nicht verheiratet. Bewusst unterscheiden wir uns darin durch den Gehorsam gegenüber Gottes Wort in unserem Lebensstil vom Zeitgeist.

Es gibt keine „Ehe auf Probe“. Wir bemühen uns, unsere Ehe zu verbessern. Aber wir müssen uns nicht ständig bewähren und beweisen. In der Ehe sind wir angenommen von einem Menschen um unserer selbst willen.

Wir sind aufgerufen als Zeugen vor Gott, Seiner Gemeinde und Nichtchristen. Deshalb leben wir nicht unverheiratet zusammen. Unser Beispiel soll Menschen ermutigen, mit Gott ganze Sache zu machen.

Und der Sex ?

Partnerschaftliche Sexualität gehört nur in die Ehe zwischen Mann und Frau. Nur in der Ehe als von Gott gewollter Partnerschaft erleben wir die unbedingte Verbindlichkeit zueinander und miteinander, die Jesus uns vorgelebt hat. Sexualität ist eines der intimsten Geschenke Gottes an uns. Es wird nur geteilt mit dem ausgewählten Ehepartner.

Was ist mit Kindern?

Die Familie ist die Umgebung, in der Kinder aufwachsen sollten. Wir unterstützen deshalb den Kinderwunsch von Ehepaaren und machen ihnen Mut, Gott ihre Zukunft anzuvertrauen.

Kinder sind ein Geschenk Gottes. Als Gemeinde wollen wir deshalb Eltern und Alleinerziehende unterstützen, dieses Geschenk Gottes zu erleben.Allerdings leben wir in keiner idealen Welt. Ehepaare sind ungewollt kinderlos. Wir glauben dennoch, dass eine solche Ehe von Gott gesegnet ist. Hier setzt Gott Menschen vielleicht frei, um ihre Zeit und Kraft in Kinder, die nicht die eigenen sind, zu investieren.

Was ist mit „eingetragenen Lebenspartnerschaften“?

Als Christen ist uns das Wort Gottes wichtig. In der Bibel ist die Ehe IMMER die Verbindung zwischen Mann und Frau. Diese Verbindung ist geschaffen, um die Kreativität Gottes zu zeigen. Gott schuf den Menschen als Mann und Frau, und diese beiden Geschlechter sollen sich in Geist und Fleisch in der Ehe vereinen.

Wer hat in der Ehe denn das Sagen?

Viele Ehen scheitern an der „Macht“-frage. Wie teilt man Verantwortlichkeit auf, wer trifft welche Entscheidungen? Zuerst einmal gilt: Grundsätzlich ist es gut, wenn beide Ehepartner etwas zu sagen haben und reden wollen. Kommunikation – eine Binsenweisheit – ist nötig wie die Luft zum Atmen. In der Bibel lesen wir von „Unterordnen“ und „den anderen höher schätzen als sich selbst“. Hier will uns Gott dazu verhelfen, nicht nur unsere Stimme zu hören. Auch der Ehepartner, auch Freunde, auch die Gemeinde, vor allem aber Gott will in unser Eheleben hineinreden. Kommunikation und nicht Selbstgespräche – das ist die Devise.

Ehe in der Zerreißprobe !

Dieses „Ja“ gilt aber auch dem Menschen und der Ehe, die durch schwere Zeiten und Krisen geht. Wir stehen in der Spannung zwischen dem Scheitern als Menschen und Ehepartnern und zwischen dem Vergeben und Heil werden, das uns Gott selbst durch Jesus Christus geschenkt hat. Einfach ist das nicht. Aber in Krisen erfahren wir die Kraft des Heiligen Geistes.

In Krisenzeiten soll die Hilfe Gottes und der Gemeinde gesucht werden. Ebenso wenig wie den Bruch einer Ehe will Gott das allmähliche Absterben durch Sprachlosigkeit, Verweigerung und Rückzug. Neben dem Gebet und der Seelsorge kann eine Ehetherapie angeraten sein.

Wir erleben, dass auch christliche Ehen scheitern. Gewalt in der Ehe oder fortgesetzte Untreue können hierfür Gründe sein. Das erschüttert und verunsichert uns tief. Aber auch dann lässt Gott uns nicht als Christen und Menschen scheitern und steht treu zu uns.

Bibelstellen zum Nachlesen:

Um eigene Positionen zu überdenken muss man die Position eines anderen kennen. Wie unsere Freunde (hoffentlich) mit ihrer Meinung auch für uns unbequemen Themen nicht hinter dem Berg halten, so tut auch Gott dies nicht.

Seine Meinung zum Thema „Ehe“ ist unter anderem in folgenden Bibelstellen zu finden:

1. Mose1: 26 – 28; 1. Mose2: 21 – 24;

Maleachi 2: 13 – 16, Matthäus 19: 3 – 9;

 Johannes 2: 1 – 11; Epheser 5: 21 – 6: 4;

 1. Thessalonicher 4: 3 – 8; Hebräer 13: 4

 

 

 

 

 

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