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Was denn, eine offizielle Stellungnahme? Gehört dieses Thema nicht in die Privatsphäre eines jeden Einzelnen? Doch, da gehört es auch hin. Aber in der Jakobus-Gemeinde wollen wir eine Gemeinschaft von Nachfolgern Jesu sein, die nach Seinen Geboten lebt. In dieser Gemeinschaft beeinflusst jeder den anderen – positiv oder negativ. Deshalb haben wir Grundwerte erarbeitet, die uns wichtig sind.
Abtreibung - betrifft das wirklich so viele?
Seit vielen Jahren werden pro Jahr in Deutschland etwa 120.000 Schwangerschaften mit einer Abtreibung beendet. Dies entspricht der Bevölkerung von Ingolstadt oder Heilbronn. Obwohl eine Abtreibung gesetzlich verboten ist, bleibt sie in Deutschland doch aus sozialen, medizinischen oder kriminogenen Gründen straffrei. Der Schwangerschaftsabbruch aus sozialen Gründen ist nur innerhalb einer bestimmten Frist und nach Nachweis einer Beratung zulässig.
Was sagt die Bibel?
Die Bibel lehrt uns, daß Gott uns “vom Mutterleib an” kennt und liebt. Mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt für uns das menschliche Leben. Dieses Leben ist in jedem Fall heilig. Heilig bedeutet, dass Leben von Gott (und nur von Gott) gegeben und genommen werden kann.
Soziale Indikation
Noch immer leben wir in einem der reichsten Länder der Erde. Vielleicht sind wir nicht so wohlhabend, wie wir es gerne wären. Trotzdem habe ich nie jemanden kennengelernt, der sein Kind aus wirtschaftlichen Gründen weggeben musste. Sollte dies aber doch der Fall sein, dann ist auch hier die Gemeinde Gottes mit Rat und Tat gefragt.
Und was ist, wenn das Leben der Mutter in Gefahr gerät?
Wir erkennen an, dass es Fälle geben kann, in denen das Leben der Mutter durch die Schwangerschaft bedroht ist. In solchen Fällen kann es sein, dass die Ärzte zu einer Beendigung der Schwangerschaft raten. Die Mutter – und hoffentlich Menschen, die ihr bei einer solchen Entscheidung zur Seite stehen – gerät in eine schreckliche Situation. Wenn das geschieht, dann ist die Gemeinschaft der Gläubigen in der Pflicht, Trost und Seelsorge anzubieten.
Bei einer Vergewaltigung ...?
Es widerstrebt mir, hier plakative Aussagen zu machen, die dem einzelnen Schicksal nicht gerecht werden. Es gibt Situationen, die mit einem Seelsorger oder einer Seelsorgerin vor Gott gebracht werden müssen. Hier sind wir auf die Führung des Geistes Gottes angewiesen.
Aber ein behindertes Kind ... ?
Ein behindertes Kind ist, wie jedes andere Kind auch, ein besonderes Geschenk Gottes. Eine Weltsicht, die nur nach Kosten und Nutzen fragt, will uns das vergessen machen. Aber auch einem behinderten Kind darf das fundamentalste Menschenrecht, das Recht auf Leben, nicht vorenthalten werden.
Aber wer hilft denn, wenn das Kind da ist?
Die Jakobus-Gemeinde will eine menschen- und kinderfreundliche Gemeinde sein. Die Wertschätzung, die Kinder hier geniessen, drückt sich in zahlreichen Veranstaltungen aus. Keinesfalls sollen Mütter “alleinerziehend” sein. Wir alle tragen Verantwortung betroffene Familien nicht nur neun Monate, sondern für eine lange Zeit mitzutragen.
Aber die Väter ?
Die Bibel will nicht, dass die Verantwortung für unsere Kinder allein auf den Schultern der Mutter ruht. Oft werden aber Schwangere von ihren Partnern allein gelassen oder sogar unter Druck gesetzt. “Das ist deine Entscheidung”, ist falsch, beide Elternteile entscheiden und tragen Verantwortung. Die Jakobus-Gemeinde ermutigt Väter, dieser Verantwortung gerecht zu werden.
Und die Lebensplanung – Beruf und so ?
Kinder stellen unser Leben auf den Kopf. Sie zwingen uns, uns von Vorstellungen zu verabschieden, die uns bislang als unabdingbar vorkamen. Dies kann sich zum Beispiel in einer veränderten Lebensplanung äußern. Vielleicht einer beruflichen Karriere, die einige Jahre unterbrochen wird (und nicht unbedingt nur die Karriere der Mutter ...). Hier ist Kreativität und Fairness in der Partnerschaft gefragt.
Und eine Adoption ?
Natürlich ist auch eine Adoption möglich. Zehntausende von Ehepaaren warten in Deutschland auf ein Kind, das sie adoptieren können. Noch immer ist die Freigabe eines Kindes zur Adoption ein Tabuthema. Die Mutter gilt als schwach und verantwortungslos.
Als Christen sehen wir das anders. Gerade diese Schritte zeigen Stärke und Verantwortungsbewusstsein. Die Freigabe zur Adoption oder die zeitweilige Unterbringung in einer Pflegefamilie können zum Wohl des Kindes die von Gott gewollten Schritte sein.
Ich habe abgetrieben oder zur Abtreibung geraten...
Jesus, so sagt Er selbst, kam nicht in die Welt, um die Menschen zu richten, sondern um sie zu retten. Alle Schuld kann vor Gott ausgesprochen und von Ihm getilgt werden. Es kann sinnvoll sein, dies mit einem anderen Christen zu tun, dem wir vertrauen. Ein neues und befreites Leben ist uns von Jesus versprochen.
Bibelstellen zum Nachlesen:
Um eigene Positionen zu überdenken muss man die Position eines anderen kennen. Wie unsere Freunde (hoffentlich) mit ihrer Meinung auch für uns unbequemen Themen nicht hinter dem Berg halten, so tut auch Gott dies nicht.
Seine Meinung zum Thema „Abtreibung“ ist unter anderem in folgenden Bibelstellen zu finden:
2. Mose 20 : 13; 21 : 12 - 16
Psalm 22 : 9; 139 : 3 – 6
Jesaja 44 : 2 und 24; 49 : 5
Lukas 1 : 23 – 25; 36 – 45
Römer 12 : 1 – 2
1. Korinther 6 : 16, 7 : 1 ff.
1. Thessalonicher 4 : 3 - 6
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